Wir haben beschlossen, einen auf mediterranen Lifestyle zu machen. Die Sonne und Temperaturen um die 25 Grad schreien danach. Dementsprechend sieht unser Tagesablauf ungefähr so aus:
7.00 Uhr Aufstehen und Frühstücken
9.00 Uhr Wieder hinlegen, wir sind müde
10.00 Uhr Nochmal frühstücken
11.00 Uhr Wieder hinlegen oder Mittagessen machen, es gibt Gegrilltes
13.00 Uhr Hmm, eine Runde Sandkasten zuhause
14.00 Uhr Wieder hinlegen, Siesta muss sein
15.30 Uhr Spielplatz: Latte-Machiatto-Mammis beobachten oder mit anderen Vätern labern
17.00 Nach Hause gehen, chillen, Papa trinkt Weizen
18.30 Abendessen
19.00 Ins Bett, schöner Tag!

Papa hat mir mein eigenes kleines Paradies im Garten geschaffen

Papa hat mir mein eigenes kleines Paradies im Garten geschaffen


Ich hasse es, wenn meine Wasserspiele mit Kumpel Jared so jäh beendet werden!

Ich hasse es, wenn meine Wasserspiele mit Kumpel Jared so jäh beendet werden!


Der Spielplatz in der Plöck ist cool, lots of other kids!

Der Spielplatz in der Plöck ist cool, lots of other kids!


Siesta auf dem Heimweg ist OK

Siesta auf dem Heimweg ist OK

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An der Werra

02Jun09

Übers Pfingstwochenende haben wir einen wunderschönen Ausflug zu Oma und Opa in Thüringen gemacht. Gustaf arbeitete weiter hart an sich und seinem „Zeigefinger-Da-Spiel“. Natürlich auch an der Hochhangelei. Hier nochmal ein großes Dankeschön an Opa und Oma dafür, dass Anja und ich mal so richtig ausschlafen konnten!
Das war vor allem am Sonntag nötig, da wir noch um Mitternacht auf ein sehr gelungenes Technofestival aufgebrochen waren, von dem wir erst um 4.30 Uhr zurückkamen. Vielleicht ist sehr gelungen etwas beschönigt ausgedrückt. Das Festival musste nämlich am Sonntag wegen Besuchermangels abgebrochen werden. Leider haben sich anstatt 10.000 Besucher nur 100 blicken lassen, die zudem am Freitag schon den VIP-Bereich leergesoffen hatten. Verlust: sehr viel Geld! Den Namen des Festivals nenne ich hier lieber nicht. Dafür aber hier schon mal etwas Werbung für das diesjährige Waldschallfestival. Übrigens werde auch ich dort mit KEN Musik machen.
Sonntag haben wir dann samt Oma, Tanten, Cousins etc. das Kurhaus Seeblick in Bad Salzungen zum Kaffeetrinken gestürmt. Da Gustaf zwischendurch etwas ungeduldig wurde, machten wir einen kleinen Rundgang auf der Seepromenade. Dabei konnte er es nicht lassen, alle entgegenkommenden Passanten anzuplappern und überall sein kleines Zeigefingerchen hinzustrecken.
Jetzt sind wir wieder zuhause und der 1.Geburtstag rückt näher und näher und ich kann es kaum glauben, dass Gustaf in 2 Wochen schon 1 Jahr alt wird. Mal sehen, was diese Woche bringt!


Treckerweitwurf

30Mai09

Endlich ein neuer Entwicklungsschritt, als ob wir nicht genug hätten in letzter Zeit. Das Positive ist: Gustaf hat entdeckt, dass man Gegenstände nicht nur aus Behältern ausräumen, sondern auch wieder einräumen kann. Nur hält er dabei anscheinend alles für Behälter, z.B. auch die Welt jenseits des Törchens auf dem Balkon. Hier erweist sich eine völlig neue Disziplin als seine neue Spezialität, bei der man einen Trecker samt Anhänger so weit wie möglich über das Tor schleudert. Alternativ kann man das auch mit Socken, Schaufeln, Trinkflaschen oder Nahrungsmitteln machen. Vielleicht melde ich ihn mal beim Hammerwerfen TSG Rohrbach an.
270509 011


Ich bin mir sehr sicher, dass ich nicht der Erste bin, der Ihnen das folgende Anliegen schildert. Es geht darum, dass die Ablagefläche an den Kassen in Ihren tollen Aldimärkten viel zu kurz sind! Es gibt zwar schön viel Auflagefläche vor dem Kassierer, um möglichst viel Ihrer günstigen Produkte aufzulegen, aber nach dem Scanner ist einfach absolut kein Platz, um kurz zu verschnaufen, bevor man die schönen Waren irgendwo hinpackt. Der Kassierer ist so fix, dass ich nicht damit nachkomme, meine Sachen in den Kinderwagen oder eine Tüte zu packen. Ich bin mir sicher, dass auch Kunden mit Einkaufswagen dieses Problem kennen, aber für mich als Vater mit Kinderwagen ist es besonders latent. Ich bitte Sie also, Ihre Kassenbereichsarchitektur noch einmal zu überdenken und Ihre Märkte damit familienfreundlicher zu gestalten. Danke.
Mit freundlichen Grüßen,
Ein einkaufender Vater


So, ich bin zurück von meiner Minitour mit KEN. Mehr darüber gibt es diese Woche bei Youtube. Die Konzerte im Hamburger Pudelclub und im Carambolage in Karlsruhe waren super und der Trip nach Hamburg ein äußerst gelungener verlängerter Vatertagsausflug. Und ganz ehrlich: ich habe mich richtig auf die Rückkehr in die Vaterrolle gefreut. Das Leben auf Tour ist ja eher wie mit 25.
Na ja, zu freu gefreut? In meiner knappen Woche Abwesenheit hat Anja unseren Gustaf wundervoll betreut und der Kleine hat wahnsinnige Sprünge gemacht. U.a. zeigt er mit dem Zeigefinger inklusive „dah“, hangelt sich schritteweise am Schränken und Sofas entlang und scheint mental nochmal wacher geworden zu sein.
Bei all den Fortschritten scheint in seinem neuronalen Netzwerk aber auch der Trotzschalter umgelegt worden zu sein. Der junge Mann hat nämlich seinen kleinen Willen entdeckt und der ist nicht nur stark, sondern auch ziemlich laut.
Egal ob ein Schuh im Weg liegt, der Platz unter dem Tisch nicht zum Aufstehen reicht oder ich ihm den Zugang zum Kühlschrank verweigere: er meckert. Besonders geärgert hat ihn gestern, dass ich an diversen Schränken Kindersicherungen angebracht habe. Zum Glück reicht oft ein leichtes Ablenkungsmanöver, z.B. neues Spielzeug.
Man soll ja immer versuchen, Alternativen zu bieten anstatt immer nur Nein zu sagen. Dennoch hat die Taktfrequenz des Neinsagens sehr erheblich zugenommen. Und wundersamerweise versteht Gustaf dieses Wort sehr gut, auch wenn er es in den meisten Fällen mit einem ignoranten Grinsen erwidert.
So, jetzt schläft er. Er hat sich auf ca. 2 Stunden am Tag zwischen 11 Uhr und 13 Uhr eingependelt. Jetzt muss ich die Küche wischen, da überall halbzerkaute Gurken und Dinkelkekse auf dem Boden rumfahren.

Die Stimmung reflektiert ganz gut das Motto auf dem T-Shirt: Little Stinker!

Die Stimmung reflektiert ganz gut das Motto auf dem T-Shirt: Little Stinker!


Nach einem zauberhaften Wochenende im Schwarzwald sind wir wieder zuhause. Und gestern war es soweit: das erste Wienerle. Wie man sieht, hatte Gustaf zwar mit einer anfänglichen Skepsis zu kämpfen, die sich aber schnell in scheinbar leckerstem Wohlgefallen auflöste.
Das Schönste daran ist, dass ich ab jetzt auch die Metzgereiverkäuferin glücklich machen kann. Sie war nämlich immer sehr enttäuscht, dass sie Gustaf nie eine Scheibe Lyoner geben konnte. Zuletzt waren wir soweit, dass ich die Scheibe einfach akzeptiert habe, Gustaf in die Hand gedrückt habe und sobald wir draußen waren einfach selber gemampft habe. Damit ist jetzt Schluß. Gustaf soll nicht länger betrogen werden und seine wohlverdiente Lyoner bekommen. 170509 003


7:36 Uhr
Nachdem Gustaf sein Morgenfläschchen bekommen hat, beschliessen wir, ihn noch ein bißchen nackig auf dem Boden spielen zu lassen, so dass wir noch 5 Minuten wach werden können. Gustaf pinkelt auf den Teppich
7:41 Uhr
Während wir noch 5 Minuten wach werden wollen, krabbelt Gustaf aus dem Schlafzimmer ins Wohnzimmer. Es wird ruhig. Anja fällt ein, dass auf dem Wohnzimmertisch noch die Weingläser von gestern abend stehen. Zu spät. Gustaf hat genau das Glas abgeräumt, in dem noch der letzte Schluck Trollinger war. Er sitzt auf dem Boden und leckt sich die Hände.
8:12
Anja bereitet seinen gelben Waschbottich vor, da Gustaf nach Rotwein riecht. Sie stellt ihn (den Bottich) kurz auf dem Boden ab. Zu spät. Gustaf sudelt sich in ca.1 Liter Wasser auf dem Teppichboden im Schlafzimmer.
8:45
Die Post klingelt. Ich erwarte ein Paket aus England, 1 T-Shirt und ein Poster. In dem Paket ist nur das T-Shirt, das Poster fehlt. Laut Lieferschein wurde beides geliefert. Das T-Shirt ist zu groß.
9:24
Anja ist gerade aus dem Haus. Ich räume das Geschirr auf, stehe an der Spüle. Ein kurzer Schulterblick. Gustaf steht am Küchentisch und ich sehe in Zeitlupe die halbvolle Kaffeetasse über den Tischrand kippen. Gustaf weint.
10:11
Ich schreibe diesen Eintrag und frage mich, wann ich das letzte Mal so einen schönen, ereignisreichen Geburtstagsmorgen hatte.

Alles Gute zum 31. Papa. Bist ein dufter Typ!

Alles Gute zum 31. Papa. Bist ein dufter Typ!